Bevor es überhaupt daran geht, ein mit der Digitalkamera aufgenommenes oder per Scanner eingelesenes Bild zu verkleinern, brauchen wir erstmal ein wenig Theorie. Leider, aber so ist das nun mal. Also bringen wir es hinter uns.
Für den Computer wird ein Bild durch vier Parameter beschrieben:
1) Breite
2) Höhe
3) Auflösung
4) Farbtiefe
Die gängige Maßeinheit für Breite und Höhe sind Pixel, also Bildpunkte. Einige Programme geben diese Werte auch in Zentimeter oder Inch (Zoll) aus, was für die Bearbeitung fürs Web aber völliger Quatsch ist, denn:
Dabei handelt es sich um die theoretische Ausgabegröße auf Papier, die sich aus Breite, Höhe und Auflösung berechnet. Ein Bildschirm zeigt ein Bild aber nie so an, sondern immer mit seiner eigenen, durch die technischen Grenzen gesetzten Auflösung.
Diese liegt irgendwo zwischen 72 und 115 dpi — je nach Größe des Bildschirms und der gewählten Auflösung. Hier wieder ein kleines Rechenbeispiel:
Ein 17-Zoll-Monitor hat eine Bildschirm-Diagonale von eben diesen 17 Zoll. Daraus ergibt sich eine Breite von etwa 33 cm und eine Höhe von etwa 24 cm (ihr dürft gerne nachmessen :-)). Bei einer gewählten Auflösung von 1024 auf 768 Bildpunkte heißt das: Es werden waagrecht maximal 78,8 und senkrecht maximal 81,3 Bildpunkte pro Zoll dargestellt. Wählt man eine größere Auflösung wie zum Beispiel 1280 x 1024 oder gar 1600 x 1200, wandern die Werte in Richtung 115 darstellbare Bildpunkte je Zoll. Theoretisch, denn irgendwann macht auch die Bildröhre nicht mehr mit, weil sie selbst nicht so fein abstufen kann.
Aha, und was bringt mir das jetzt?
Noch nicht viel. Interessant wird das ganze wenn man weiß, dass viele Bildbearbeitungsprogramme versuchen, das Bild in der Ausgabegröße darzustellen oder möglichst vollflächig auf der Arbeitsfläche zu platzieren. Mit anderen Worten: Die Software rechnet wüst rum, um ein halbwegs ansehnliches Bild auf den Monitor zu zaubern.
Genau diese Umrechnung macht der Browser nicht!
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Hallo Mischa,
ich glaube, ich habe das Prinzip eigentlich ganz gut verstanden. Leider sehen meine verkleinerten Bilder immer sehr unscharf aus (als Avartar, wenn ich die Maximalangaben einhalte). Als gif kommen sie immer noch besser als als jpg. Das kann doch eigentlich nicht sein, oder?
Das kann durchaus sein, weil GIF nur 256 Farben darstellen kann. Ergo sehen manche Ränder und Konturen schärfer aus, weil die Farbunterschiede der Pixel zueinander größer sind. Während es also bei JPG dank größerer Farbanzahl und Kompressionsverlusten schon mal unscharf oder verschmiert aussehen kann, hat GIF dieses Problem nicht.
Hi Mischa,
habe gestern stundenlang versucht, ein Bild zu komprimieren. Deiner Seite habe ich es zu verdanken dass es heute morgen geklappt hat.
Danke
Ulli
Isch bin aber nischt Mischa ;-)