Um nun auf kleinere Datenmengen zu kommen, werden die Bilder vor dem Speichern gepackt. Dabei macht sich die Software die Tatsache zu nutze, dass in Fotos meist viele Pixel mit gleichen Farbwerten nebeneinander liegen. Anstatt also für jedes Pixel die Farbe in die Datei zu schreiben, steht da eher etwas wie „jetzt kommen 50 Pixel mit dem Farbwert xyz und dann 37 Pixel mit dem Farbwert abc”. Das spart schon mal Platz. JPG geht da noch einen Schritt weiter und fasst „nahe beieinander” liegende Farben zusammen, sagt dann also „jetzt kommen 87 Pixel, die ungefähr die Farbe xyzabc” haben. Sprich: mit JPG komprimierte Bilder verlieren an Qualität — was im Web allerdings meist wenig ausmacht, die Dateigröße aber in der Regel drastisch senkt.
Wie gut sich ein Bild packen lässt hängt nun aber von vielen Faktoren ab. Kind vor weißer Wand lässt sich dank der weißen Wand gut packen. Familie im Wald eher schlecht. Daher kann niemand genau vorhersagen, wie groß denn ein Bild nun tatsächlich wird, wenn man es als Datei ablegt. Da hilft nur eines: Probieren, Probieren, Probieren.
Ein paar Tips am Rande:
1) Die meisten Grafikprogramme zeigen ein Bild ”falsch„ an
Meistens versucht die Software, das Bild irgendwie komplett auf die Arbeitsfläche zu bekommen. Dazu wird das Bild oft verkleinert. Jetzt kann man zwar das ganze Bild sehen, hat aber keine Kontrolle mehr darüber, wie sich Änderungen denn tatsächlich auswirken.
Daher: Nach Möglichkeit den Zoom immer auf 100 Prozent einstellen und — wo vorhanden — die Anzeigeoption „tatsächliche Pixel anzeigen” wählen.
2) Scharfzeichnen macht „hässliche” Bilder
Das liegt daran, dass bei der geringen Auflösung von 72 dpi der Scharfzeichner zu grob arbeitet. Um den Effekt zu minimieren ein kleiner Trick: Bevor man ein Bild, das zum Beispiel 300 dpi hat auf eine niedrigeren dpi-Wert konvertiert, erstmal einen leichten Weichzeichner drüber laufen lassen. Dann das verkleinerte Bild wieder mit einem Scharfzeichner bearbeiten. Mit ein wenig Probieren gibt das recht tolle Ergebnisse.
3) Es muss nicht immer das Panorama sein
Einige Bilder, die im Original gut aussehen, wirken nach der Anpassung auf Web-Größe wutzelig. Hier sollte man besser einen Ausschnitt an Stelle des gesamten Bildes wählen und diesen verkleinern. Wie das geht, habe ich schon an anderer Stelle beschrieben ;-)

Hallo Mischa,
ich glaube, ich habe das Prinzip eigentlich ganz gut verstanden. Leider sehen meine verkleinerten Bilder immer sehr unscharf aus (als Avartar, wenn ich die Maximalangaben einhalte). Als gif kommen sie immer noch besser als als jpg. Das kann doch eigentlich nicht sein, oder?
Das kann durchaus sein, weil GIF nur 256 Farben darstellen kann. Ergo sehen manche Ränder und Konturen schärfer aus, weil die Farbunterschiede der Pixel zueinander größer sind. Während es also bei JPG dank größerer Farbanzahl und Kompressionsverlusten schon mal unscharf oder verschmiert aussehen kann, hat GIF dieses Problem nicht.
Hi Mischa,
habe gestern stundenlang versucht, ein Bild zu komprimieren. Deiner Seite habe ich es zu verdanken dass es heute morgen geklappt hat.
Danke
Ulli
Isch bin aber nischt Mischa ;-)